Massenmedien, insbesondere die öffentlich rechtlichen haben eine besondere Aufgabe in einer Demokratie. Neben der Exekutive, Legislative und Judikative stellen die Medien die sogenannt vierte Gewalt dar. Sie sind massgeblich verantwortlich für die öffentliche Meinungsbildung. Konkret heisst das, es sind die Medien die entscheiden – sofern sie keine Anweisungen vom Staat erhalten – ob es sich um einen Terroristen handelt oder einen Freiheitskämpfer, einen Machthaber oder einen Präsidenten, einen Oligarchen oder einen Philanthropen. Die Medien entscheiden also welche Perspektive der Leser oder Zuschauer einnehmen soll.
In der Geschichte der letzten 120 Jahren wurde regelmässig medial Stimmung gemacht, um Kriege zu führen. Dies begann wohl mit den Buren-Kriegen der englischen Eliten gegen die friedlichen Buren in Südafrika und gipfelte im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Aber auch für die 75 weiteren Kriege nach Gründung der UN, wurde die Zustimmung der Bevölkerung immer über Medien-Propaganda eingeholt.
Es ist also deutlich zu sehen welche Macht die Massenmedien besitzen. Dies sollte uns Anlass genug sein, um unseren Medien-Konsum zu überdenken. Gerade jene, die den Fernseher permanent laufen haben, sollen sich doch mal Gedanken machen, was das anrichten kann. Selbst wenn das Programm nicht aufmerksam verfolgt wird, nur scheinbar harmloses Zeugs läuft oder man halb schläft, was überhaupt am schlimmsten ist, gelangen diese Informationen unkontrolliert in unseren Verstand. Auf diese Weise werden Themen wie Gewalt und Krieg plötzlich alltäglich und normal. Wir hören es andauernd und stumpfen ab. Nebst einer sehr ungesunden Reizüberflutung steuern wir so auf den Zerfall der Gesellschaft zu.
Die Propaganda wurde in den letzten Jahrzehnten geradezu perfektioniert.
Man kann sagen, dass der Faschismus der alten Kunst zu lügen gewissermaßen eine neue Variante hinzugefügt hat – die teuflischste Variante, die man sich denken kann – nämlich: das Wahrlügen.
Hannah Arendt – Politische Essays. München dtv 1989. S. 29
Daher; gib acht was Du konsumierst – nicht nur auf dem Teller.